Abkürzungen und Fachausdrücke
Wir stellen hier zum besseren Verständnis der Sachverhalte eine Reihe von Erklärungen / Definitionen zu diesen Begriffen und Abkürzungen vor, die auf unserer Website benutzt werden.
Wir beschränken uns dabei auf die hier relevanten Aspekte des jeweiligen Begriffs. damit In jeder der FAQ-Fragen wird bei der ersten Benutzung einer dieser Begriffe ein Link hierher gelegt.
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Klicken Sie einen dieser Begriffe oder Abkürzungen an:

BfSSSKICNIRPWHOMfKMfBEMFElektrosmogHESThermische WirkungenAthermische WirkungenALARA-PrinzipsSchadenGefahrWahrscheinlichkeitRisikoHinweis, Verdacht, Beweis26.BImSchVWirkungen / EffekteGesundheitsvorsorgeMobilfunkMobile Kommunikation 2.0Femto-ZellenDECT

BFS
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Bundesamt für Strahlenschutz (die Bundesbehörde, die u.a. federführend ist für Genehmigungen, Grenzwerte, wissenschaftliche Erkenntnisse und Überprüfungen zum Thema drahtlose Kommunikation)
SSK
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Die Strahlenschutzkommission (SSK) berät das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) in allen Angelegenheiten des Schutzes vor ionisierenden und nicht-ionisierenden Strahlen. Also auch die Frequenzbereiche der drahtlosen Kommunikation.
ICNIRP
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Die ICNIRP ist eine internationale, (unabhängige?) Kommission für den Schutz vor nichtionisierender Strah-lung. Sie ist eine private Nichtregierungsorganisation (NGO) - die allerdings in enger Verbindung zur WHO und zur UNO steht -. die im Münchner Vereinsregister unter der Nummer 14570 als gemeinnütziger Verein eingetragen ist.Die Unabhängigkeit ist fraglich, weil Mitglieder dieses Vereins ausserdem führende Persönlichkeiten der Mobilfunkindustrie sind bzw. waren.
WHO
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Weltgesundheitsorganisation (engl. World Health Organization, WHO) ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen mit Sitz in Genf (Schweiz). Sie wurde am 7. April 1948 gegründet und zählt 192 Mitgliedstaaten. Sie ist die Koordinationsbehörde der Vereinten Nationen für das internationale öffentliche Gesundheitswesen.
MfB
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Mobilfunkbefürworter wie Betreiber, Provider, Bundesregierung usw.
Dies ist nur eine Abkürzung, die in dieser Website LIMES-NRW benutzt wird.
MfK
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Mobilfunkbefürworter wie unabhängige Wissenschaftler und Ingenieure, Baubiologen, Umweltmediziner, Betroffene, Provider, Bundesregierung usw.
Dies ist nur eine Abkürzung, die in dieser Website LIMES-NRW benutzt wird.
EMF
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Elektromagnetische Felder sind physikalische Objekte nicht materieller Natur. (Sie sind die Basis der heutigen drahtlosen Kommunikation). Die der EMF zugeordneten physikalischen Dimensionen sind die Leistungsflußdichte in Watt pro Quadratmeter [W/qm] und Feldstärke in Volt pro Meter [V/m]
Elektrosmog
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(Kurzform E-Smog) ist ein zusammengesetztes Wort aus Elektro und Smog und ist ein umgangssprachlicher Begriff insbesondere für künstliche elektrische und magnetische Felder sowie Funkwellen in der Umwelt und im Wohnbereich. eine negative Bewertung von unbeabsichtigten Nebenwirkungen der Funkwellen impliziert wird.Der Begriff Elektrosmog ist eng mit dem Begriff der elektromagnetischen Umweltverträglichkeit [EMVU] verknüpft, hebt jedoch stärker die befürchteten schädlichen Auswirkungen auf den Menschen hervor.
HES
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Steht in diesen FAQs für "Hochfrequenter Elektrosmog" und wird hier eingeschränkt auf den Megahertz und Gigahertz Bereich
Dies ist nur eine Abkürzung, die in dieser Website LIMES-NRW benutzt wird.
ALARA-Prinzips
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Die Bezeichnung ist die Abkürzung für "As Low As Reasonably Achie-vable". Sinngemäß übersetzt fordert das ALARA-Prinzip, die Strahlenbelastung von Menschen, Tieren und Material (auch unterhalb von Grenzwerten) so gering zu halten, wie dies mit technischen und ökonomischen Mitteln machbar ist.
Wahrschein-lichkeit
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bezeichnet im mathematischen Sinn eine Einstufung von A ussagen und Ereignissen nach dem Grad der Gewissheit (Sicherheit) und wird als zwischen Null und Eins liegend angegeben.
Schaden
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Ein Schaden ist ein Nachteil an der belebten Natur, materiellen oder immateriellen Gütern. der sich durch Minderung der Benutzbarkeit, Schmerzen oder Verlust des Gegenstandes bzw. des Organismus ausdrückt.
Gefahr
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ist eine Situation oder ein Sachverhalt, der zu einer negativen Auswirkung führen kann. Diese negative Auswirkung kann Personen, Sachen, Sachverhalte, Umwelt oder Tiere treffen. Wenn bestimmte bekannte Faktoren, die zu einem Schaden führen, zusammentreffen, so ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Schaden wirklich - sofort oder zeitverzögert eintritt gleich 100%.
Risiko
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Wer durch sein Tun einen wie auch immer gearteten Vorteil erreichen will, muss auch mit negativen Auswirkungen rechnen. Die Wahrscheinlichkeit, dass diese negativen Auswirkungen eintreten, liegt im Bereich von größer "Null" (vernachlässigbar) bis annähernd 100% (sehr relevant) und gibt somit Handlungsfreiheit für jeden, ob er einen Schaden - wenn er denn auftritt - in Kauf nehmen will. Wenn nicht, muss er sein Tun unterlassen!
Hinweise, Verdacht, Beweis
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In der Wissenschaft haben sich drei Abstufungen hinsichtlich der Wahrscheinlichkeit der Existenz eines Sachverhaltes etabliert:

• Beweis: nach wissenschaftlichen und formalen Kriterien erbrachter und bestätigter Sachverhalt.

• Verdacht: Abgeschwächte Form des Beweises, weil einige der Beweiskriterien nicht oder noch nicht ist erbracht wurden oder werden können.

• Hinweis: ist ein anfänglich oder in Einzelfällen festgestellter Sachverhalt, der aber noch durch Vertiefung, Prüfung und Verallgemeinerung gefestigt werden muss.

Ein vertiefendes Beispiel hier:
26.BImSchV
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Verordnung über elektromagnetische Felder - 26. BImSchV) enthält Anforderungen zum Schutz der Allgemeinheit vor schädlichen Umwelteinwirkungen und zur Vorsorge gegen schädliche Wirkungen durch elektromagnetische Felder bzw. zur Elektromagnetischen Umweltverträglichkeit - EMVU.

Bei Einhaltung der dort festgelegten Grenzwerte sei eine Gefährdung auszuschließen. Es kann damit jeder Betreiber seine Sender bauen, wohin er will. Anlieger, Betroffene sowie lokale Behörden haben keine Einspruchsrechte; über das Baurecht besteht meist keine substantielle Einflussmöglichkeit.

Diese Grenzwerte betrachten nur die Erwärmung des menschlichen Körpers (Thermischen Wirkungen) und sind dadurch festgelegt, dass nur eine bestimmte Erwärmung des Körpers in einer definierten Zeiteinheit nicht überschritten werden darf. Bezogen auf den Frequenzbereich der drahtlosen Kommunikation ist dies festgelegt für das
• D-Netz (ca. 900 Mhz) = 4,5 W/qm
• E-Netz ca. 1800 Mhz) 9 W/qm
Wirkungen sinngleich zu Effekten
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beschreibt das Ergebnis, das durch eine bestimmte Ursache hervorgerufen wurde.
Thermische Wirkungen von EMF
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Heutige drahtlose Kommunikation aber auch technische Anwendungen (z.B. Microwellenherde) er-folgen mittels EMF. Die Sender-seite erzeugt hohe Leistungsflussdichten [W/qm], die gewollt oder ungewollt in belebter und unbelebter Materie Erwärmung / Aufheizung auslösen. Wird in der belebten Natur eine Temperatur von etwa 40°C überschritten, führt dies zur Eiweißzersetzung und abhängig von Zeitdauer, Intensität und bestrahltem Gewebebereich u.U. zum Tod.
A-Thermische Wirkungen von EMF
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Sind Wirkungen und Gesundheitsschäden, die in der belebten Natur auftreten können, verursacht durch EMF mit Leistungsflussdichten weit unterhalb der Grenze, bis zu der thermische Wirkungen eintreten können. Damit auch weit unterhalb (bis zu 1/10.000.000) der Grenzen der 26.BImSchV
Gesundheits-
vorsorge

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leitet sich ab aus dem Grundgesetz der Bundesrepublik, Artikel2 Abs. 2: Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.
In vielen Varianten wird von dem deutschen Staat gesetzlich betont, dass dieses Recht durch Prävention gesichert werden muss, wenn nur dadurch irreversible Schäden vermeidbar sind. Diese Vorsorge ist in vielen Fällen nicht ohne Kosten machbar, was bei genauer volkswirtschaftlicher Nachrechnung trotzdem preiswerter ist, als die Schadensbeseitigung.
Mobilfunk
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Steht nicht nur in dieser Website als Synonym für eine ganze Klasse von ähnlichen Produkten und Diensten, der "drahtlosen Kommunikation":
• Die Handys und deren Basisstationen (Sendemasten),
• die Schnurlosen Telefone im Haus (Analoge und digitale=DECT)
• Behördenfunk,
• DVB-T, DVB-H, DAB+
• WLAN, WiMAX, WiFi, Bluetooth
• drahtlose Weiterleitung von Satellitenempfängern (DVB-S)

Allerdings sind auch hier die meisten konkreten Aussagen und Empfehlungen auf das Handy und seine Basisstationen bezogen.
Achtung: Trotzdem gibt es einige allgemein gültige Empfehlungen für Handlungen oder Unterlassungen oder persönliche Einstellungen, die Sie sich prinzipiell zu eigen machen sollten, wenn sich etwas in unserer Gesellschaft von der Denke "Ohne Gesundheitsrisiken gibt es nun mal kein Handykomfort" hin zur "Gesundheitsvorsorge vor Handy" ändern soll. Dies geht, wenn an diesem problematischen Thema nicht die neue Lebensphilosophie "Geiz ist geil" angewendet wird. Denn "billig kann teuer werden!".
Mobile Kommunikation 2.0 (MK 2.0)
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Mobile Kommunikation 2.0 wird hier verstanden als die Gesamtheit aller Geräte und Dienste, die zur Erfüllung ihrer Funktion drahtlos kommunizieren müssen. Dabei ist es egal, ob diese Kommunikation zwischen Maschinen oder zwischen Maschinen und Menschen oder nur zwischen Menschen stattfindet.
Unter Einhaltung der damit verbundenen neuen Netzstruktur sowie neuer Gesetze und Regelungen wird es möglich, sehr risikoarm mobil zu kommunizieren.
Femto-Zellen
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Eine Femtozelle ist eine kleine Sende- und Empfangsstation zur Abwicklung von MK.
Auf Grund ihrer techn. Parameter besitzt sie nur einen sehr kleinen räumlichen Wirkungskreis. Entsprechend gering wird sich auch die risikobehaftete EMF einstellen, was in den Eigenschaften dieser Geräte parametriebar ist. Sie wird (heute noch) hauptsächlich als privat genutzte Funkzelle z. B. in eigenen Räumen oder Gebäudeteilen eingesetzt und gehört vertraglich gesehen zum Netz des jeweiligen Mobilfunkanbieters. Femtozellen sind in der Lage die Kommunikationsarten: Voice, Multimedia und Daten in beiden Richtungen zu transportieren.
(DECT)
(Digital Enhanced Cordless Telecommunications)


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Zitat aus Wikipedia: Digitale, verbesserte schnurlose Telekommunikation; bis 1995 Digital European Cordless Telephony) ist ein Standard für Schnurlostelefone sowie für kabellose Datenübertragung im Allgemeinen... Zitat Ende
Der anfängliche Euphorie seitens der Nutzer und Verkäufer ist die Erkenntnis gewichen, dass bei den klassischen DECT jeder einen aktiven Sendemast ins Haus (häufig neben das Bett) geholt hat. Da dies von Behörden als "vielleicht gesundheitsgefährlich" eingestuft und entsprechende Vorsichtregeln empfohlen wurden, sowie der Druck der Kritiker immer stärker wurde, hat sich der einsichtige Teil der Industrie zur Produktion von sogen. "Eco DECT" Geräten durchgerungen.
Feldmessungen in Deutschland hatten ergeben, dass ca. 60% der Immissionen in Gebäuden durch DECT-Geräte und nicht durch Handy-Basisstationen erzeugt werden.
Echte Eco-DECT Geräte haben als herausragende Eigenschaft "Null" Sendeleistung, wenn nicht gewählt wird und keine Verbindung hergestellt ist, gleich ob sich das Gerät in der Ladeschale oder irgendwo im Raum befindet.
mobilfunkkritik_weltweit

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