LIMES - weil es uns reicht !

Wir fordern: Gesundheitsvorsorge vor Mobilfunk & Co


einerseits... + andererseits...
• ...sind wir gegen die heutige Form der mobilen (drahtlosen) Kommunikation, die bisher keine wirksamen Massnahmen gegen Elektrosmog vorsieht.
Der einzige "Schutz" der Menschen vor den Gefahren des Mobilfunks & Co sind die gesetzlichen Grenzwerte.
Diese 26. BImSchV hat leider dieselbe Wirkung wie eine Geschwindigkeits-begrenzung für Autos in Wohngebieten auf Lichtgeschwindigkeit.

LIMES fordert einen Vorsorgewert, der die athermischen Wirkungen des Elektrosmog berücksichtigt.
• ...erkennen wir an, dass Mobile Kommunikation unser heutiges Leben ähnlich stark prägt wie der individuelle Strassenverkehr / das Auto. Verschliessen
wir uns also nicht den Fakten:
Wer versucht
1. ca. 50 Mio. Deutschen ihr Handy zu ächten oder zu verbieten,
2. einen Wirtschaftzweig mit einem Umsatz von ca. 25 Mia € pro Jahr und ca. 300.000 Arbeitsplätzen auszulöschen
wird leider scheitern an der gemeinsamen Front von unkritischen Handynutzern, der Marktmacht der Betreibern und überforderten Politikern.
Ein auswegloses Dilemma                oder             gibt es eine Lösung?
• ...das sitzt man am besten aus! Augen, Ohren, Mund zu und wartet, bis es knallt?

drei Affen?


Das hat unser Volk bei Asbest, Holzschutz- mitteln, Röntgenstrahlen usw. schon "x"-Mal erlebt.
Sollten wir nicht etwas dazu gelernt haben?

Die Europäische Umweltagentur und das deutsche Umweltbundesamt [UBA] sprechen hier von der Unfähigkeit der Politiker aus früheren Desastern Lehren zu ziehen. (siehe: Späte Lehren aus frühen Warnungen PDF/1,1 MB)

Es gibt auch noch andere Erklärungen für das Abwiegeln und Nichtstun unserer politischen Entscheider:

a. Auch ernstzunehmende Politiker glauben, dass das reale Risiko sehr klein ist gegenüber z.B. dem Straßenverkehr und demnach absolut nachrangig. Lesen Sie hier unsere Analyse des Berichts an die Bundesregierung in 1998 Risiko_bewertung_wbgu_jg1998 (PDF/345kb), wie dieser brisante Irrtum in der Beurteilung des Risikopotentials entstanden ist und wer dahinter steckt. Mehr dazu...

b. Die Lobby der Betreiber ist in Berlin (vermutlich an jedem Regierungssitz der Welt) unglaublich druckvoll.

c. Überforderung unserer Politiker auf allen Ebenen (bei denen gilt anscheinend immer noch: wer nichts tut, macht nichts verkehrt!)

Diesem Abwiegeln und "Herumeiern" unserer Verantwortlichen stehen schwerwiegende Fakten gegenüber:

• Mehr als 1000 deutsche Umweltmediziner (Fachärzte!) warnen vor hochfrequentem Elektrosmog.

• Die großen Versicherer
(z.B. die Allianz, aber nicht nur deutsche Firmen) ist nicht bereit die Betreiber gegen Schäden durch Mobilfunksender zu versichern, wegen des nicht abschätzbaren Risikos. Genaueres hier.

Aber nicht nur Risiken stehen zur Diskussion, sondern die Erinnerung an analoge Fälle in den letzten 30 Jahren, welche den Versicherern bereits riesige Summen gekostet haben. Deshalb werden Hilfskonstruktionen von den Betreibern aufgebaut, z.B. hat T-Mobile die Firma Funkturm GmbH mit 50 T€ Haftungskapital vorgeschoben.

Abstimmung mit den Füßen
Immobilien in der Sichtweite von Sendeanlagen verlieren nach einer Umfrage unter Immobilienmaklern und Grundeigentümern durch den Bau von Mobilfunksendemasten bis zu 50 % Ihres Wertes (Umfrage Büro von Medinger, Immobilienmakler, RDM)

Entsprechend den Erfahrungen von Rudolf Stürzer, Rechtsanwalt und Vorsitzender des Haus- und Grundbesitzervereins München, in der Süddeutschen Zeitung vom 19. April 2002 ist "die Nachfrage nach Objekten ohne Mobilfunkantennen oder in ausreichender Entfernung dazu größer" Genaueres hier
Das Dilemma geht weiter: Zwei grundlegende, sehr wichtige Themen des Mobilfunks, die jedoch für die Durchsetzung unserer Forderungen nachrangig sind, werden auf dieser Website sehr knapp gehalten.
1. Beweise für die Schädlichkeit des hochfrequenten E-Smogs
Für uns sind die Beweise völlig ausreichend (es gibt fast beliebig viele Studien und Beweisführungen dazu im Web.
Wir müssen allerdings anerkennen, dass die Befürworter genügend Wissenschaftler und Studien vorlegen können, die genau gegenteiliger Auffassung sind. Dies gilt fast für alle großen Themen (Klimaerwärmung, Rauchen, Atomkraft usw), die irgendwann einmal die Welt bewegt haben; es kann Jahrzehnte dauern, bis sich die Beweislage so gefestigt hat, dass Politiker handeln. Sich auf diesen Streit einzulassen, läßt unsere eigentliche Forderung verblassen: Handeln, bevor man den 100%igen Beweis hat.

2. Technische Erklärungen für Mobilfunk & Co.
Dafür und nur dafür verweisen wir auf eine sehr gut informierte Website. Bei der Einschätzung dieser Techniken hinsichtlich E-Smog und dessen Schädlichkeit und die erforderlichen Reaktionen darauf gehen unsere Ansichten jedoch erheblich auseinander.
• ...ja, denn Gesundheitsvorsorge und Drahtlose Kommunikation schliessen sich nicht per se aus!

Eine tragfähige Lösung besteht aus einer ganzen Reihe von Massnahmen, die nur in der Summe das gewünschte Ergebnis bringen und für alle auch Einschnitte bedeuten. Hier die wichtigsten Maßnahmen, unterteilt in sofortig und langfristig:

a1. Sofortige Reduzierung der abgestrahlten Sendeleistungen auf ein Maß, dass von unabhängigen, neutralen Planern nach dem - auch vom BfS und SSK anerkannten "ALARA-Prinzip" (as low as reasonably achievable) unter Anpassung an die jeweilige Topographie einer Kommune berechnet wird.

a2. Sofortiges Ende der Gewährleistung des sicheren Empfangs in extremen Lagen (Tiefgaragen, Beton-Wohnblöcken, U-Bahn usw.)

a3. Sofortige Einführung des Verursacher-prinzips bei Schäden mit Überprüfung der Betreiber, ob der dazu erforderliche Versicherungsschutz real in voller Höhe besteht.

a4. Kein Ersatz der Festnetztelefone durch "Drahtlose", bis eine neue Generation gefahrenarmer drahtloser Kommunikationsgeräte auf dem Markt ist.

b1. Sofortiger Aufbau einer unabhängigen Überwachungsunternehmens/-Behörde mit regelmäßigen Kontrollen durch Messungen und Sollwertüberprüfungen.

b2. Einbeziehen aller relevanten hochfrequenten Strahlungsquellen (Altlasten wie auch geplante neue Sender) in neutrale (betreiberunabhängige) Planungen und Berechnungen, welche die Vorgaben für eine drahtlose und gefahrlose Kommunikation bilden.

c1. Sofortige breit und nachhaltig angelegte Aufklärung der Bevölkerung über die bereits eingetretenen und noch zu erwartenden Langzeitschäden, sofern kein Umbau geschieht.

c2. Herstellung eines breiten Konsens in unserer Gesellschaft (ähnlich wie beim Straßenverkehr), welche Schäden wir alle für die Annehmlichkeiten der drahtlosen Kommunikation in Kauf nehmen wollen. Das Abstimmungsergebnis bestimmt die Schärfe des ALARA-Prinzips.

d. Anerkennung aller am Streit beteiligten Gesellschaftsgruppen (Betreiber, Politiker, Behörden, Kritiker, Medien usw.), dass das Ausmass und die Art der Risiken durch drahtlose Kommunikation und ihre Auswirkungen im Langzeitbereich noch nicht annähernd gut erforscht sind. Dazu gehört auch die Anerkennung des Krankheitsbildes der Elektrosensiblen, die für die Kritiker sichtbare Vorboten einer beginnenden Massenschädigung sind und von den Befürwortern des Mobilfunks leider als Simulanten und Hypochonder abqualifiziert werden. mehr... .

e. Sofortige Schaffung von Wohnbereichen, die frei gehalten werden müssen von hochfrequentem Elektrosmog.

f.Verbreitung und Befolgung der vom BfS empfohlenen persönlichen Vorsichtsmass-nahmen:

1. So weit wie möglich das Festnetz benutzen und wenn Handy, dann nur so kurz wie möglich!

2. Nie ein Handy in geschlossenen Räumen und Fahrzeugen benutzen, schon gar nicht in Kellern, U-Bahnschächten oder Tiefgaragen!

3. Handy erst ans Ohr, wenn die Verbindung hergestellt ist!

4. Überwachung aller technischer Einrichtungen der Betreiber auf die in den Konzepten festgeschriebenen Vorsorgewerte.

5. Fernhalten aller Kinder und Jugendlichen von Handys!


g. Prüfung der bereits heute bekannten Alternativentwicklungen und -Konzepte zur drahtlosen Kommunikation und ggf. deren Neuentwicklung.

h. Dazu kann auch eine völlig zu entwickelte Indoor-Versorgung gehören.
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